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Vienna Foodguide

Nachdem ich es endlich geschafft habe, einen ausführlichen Dublin Foodguide zu veröffentlichen, zwei Guides für Hamburg in der Mache sind und ich nächste Woche nach Nordamerika fliege, gibt es heute meinen lang ersehnten Wien Foodguide für euch.
Viel Spaß, ich hoffe, ihr bekommt Gelegenheit, das ein oder andere Café/ Restaurant selbst zu testen 🙂

1 // Café Central

Wien ist wahrscheinlich weltberühmt für seine Kaffeekultur bzw. seine traditionsreichen Kaffeehäuser. Eines davon ist das Café Central im Palais Ferstel, ganz sicher eines der schönsten Kaffeehäuser in ganz Wien. Wir saßen zwar draußen auf der kleinen zur Straße hin aufgebauten Terrasse, man muss das Café Central aber u n b e d i n g t von Innen ansehen. Es ist ziemlich groß, durchzogen von verzierten Säulen und überspannt von einer wunderschönen, feinen Gewölbedecke. Irgendwie ein Mix aus italienischem Historismus und „Wien“. Bekannt und berühmt ist das Café hauptsächlich für seine Vergangenheit, denn schon Sigmund Freud oder der berühmte Architekt Alfred Loos haben hier früher Wiener Melange getrunken und Zeitung gelesen. Es gibt eine gigantische Kaffeeauswahl und ich kann euch wärmstens den Marillenpalatschinken empfehlen 🙂 (Man kann im Café Central auch Mittag- und Abendessen)

Café Central
Ecke Herrengasse/ Strauchgasse
1010 Wien

  Fotos von mir & via cafecentral.wien

2 // Kleines Cafe am Franziskanerplatz

Das kleine Café haben wir ganz durch Zufall entdeckt, auf der Suche nach Frühstück. Das Café ist winzig, winzig klein und versprüht einen französischen und irgendwie künstlerischen Charme. Es liegt ruhig und gemütlich an einem kleinen Platz, flankiert von herrlichen Wiener Wohn- und Geschäftshäusern und ein bisschen weiterer Gastronomie. In der Mitte vom Platz plätschert idyllisch ein Brunnen. Und obwohl man keine 2 Minuten von der Innenstadt entfernt ist, bekommt man davon nichts mit, während man an einem der kleinen Tischchen sitzt, einen ziemlich leckeren Kaffee trinkt und sehr gute belegte Brote o.Ä. frühstückt.

Kleines Café
Franziskanerplatz 3
1010 Wien

 

3 // The Bank Brassiere & Bar

The Bank gibt es erst seit knapp einem Jahr. Die Brasserie & Bar befindet sich in einem ehemaligen Bankgebäude und allein schon wegen der gigantischen Innenarchitektur lohnt sich ein Besuch hier allemal. Das Interieur ist opulent und barock, modern und klassisch und irgendwie auch entspannt cool – kann man das so schreiben? So würde ich es auf jeden Fall beschreiben. Wer nichts für Architektur übrig hat, der muss mindestens genauso sehr wegen des superguten Essens hingehen! Es ist w a a h n s i n n i g lecker. Ich hatte Jakobsmuscheln vorab und dann das Rote Rüben Risotto. Beides (wobei ich beides aber auch generell supergern esse) war sehr, sehr gut! Die Drinks der Bar sind auch nicht zu verachten, geschmacklich und vor allem auch wegen der aufwendigen Aufmachung. Ich habe den „Yen“ probiert, der in einer asiatischen Teetasse serviert wird – sehr cool 🙂

The Bank Brasserie & Bar
Bognergasse 4
1010 Wien

Fotos via facebook/thebankvienna

4 // Café Sacher

Das Café Sacher (im Hotel Sacher) ist ganz sicher mit Abstand der touristischste Ort, den ich in ganz Wien gesehen habe. Und obwohl der moderne, hippe Reisende ja eigentlich grade um solche Touriläden einen Bogen zu machen versucht, gehört nun einmal zu den zwei wichtigsten Dingen, die man das erste Mal in Wien tun muss 1. eine Wiener Melange trinken und 2. ein Stück Original Sachertorte essen. Ich muss zugeben, die Wiener Melange würde ich n i c h t im Sacher trinken (mit Sahne..), da gibt es bessere in Wien. Aber Sachertorte können sie natürlich ♥ Und auch die Atmosphäre (mal ganz abgesehen von den vielen Touristen) ist irgendwie nett. Das Interieur ist in schwerem roten Samt gehalten und mit den urigen Caféhausmöbeln und den Zeitungsständern auf den kleinen Marmortischchen, fühlt man sich tatsächlich ein bisschen ins historische Wien zurückversetzt. Die Stimmung ist trubelig, aber irgendwie auch total angenehm.

Café Sacher Wien
Philharmonikerstraße 4
1010 Wien

5 // „LaaKronen“ von Oberlaa

Die Konditorei Oberlaa hat insgesamt 9 Filialen/ Cafés in Wien. Und wenn ich das richtig verstehe eines außerhalb Wiens. Wir waren zweimal im Oberlaa-Stadthaus am Neuen Markt. Einmal um unter dem nächstgelegen Sonnenschirm Zuflucht zu finden und ein zweites Mal, um diese göttlich leckeren Macarons (LaaKronen heißen sie bei Oberlaa) nochmal zu genießen. Die Kuchen, Tartelettes und anderen kleinen süßen Köstlichkeiten sahen auch ziemlich verlockend aus, ich kann allerdings nur über die LaaKronen urteilen. Zu diesem Thema habe ich aber auch noch eine weitere empfehlenswerte Adresse für euch, siehe Punkt 7 🙂

Konditorei Oberlaa
9x in Wien

6 // Das Loft 

Das Loft befindet sich im 18. Stock des Sofitel Vienna. Die Bilder hier sind (leider) nicht von mir, sondern von der Website. Nicht nur die Aussicht auf Wien ist ein Traum, das Loft selbst ist auch ein kleines Designkunstwerk. Riesige, gradlinige Glasfronten und dazu eine monströse, abstrakte, künstlerische „Videodecke“, die sich auch unten am Hotel findet. Total faszinierend und auch so ganz anders, als die restliche klassizistische Architektur in Wien, die mir so gut gefällt. Witzigerweise habe ich im Loft ungefähr das gleiche wie im The Bank, nur irgendwie invers, bestellt. Rote Rüben mit Ziegenkäsetopfen vorab und dann u.a. Jakobsmuscheln. Was der Bauer kennt, das mag er. The Bank bekommt aber einen klitzekleinen Pluspunkt für die abgefahrenen Cocktails und weil ich, wenn ich mich entscheiden müsste, den Interieurstil doch noch cooler finde als das moderne Design im Loft. Man kann hier übrigens auch frühstücken. Und auch überhaupt einen Tisch zu bekommen ist leichter als man vielleicht denken mag. Wir hatten uns relativ spontan entschieden und 2 Tage vorher einen Tisch gebucht, was problemlos geklappt hat.

Das Loft
Sofitel Vienna Stephansdom
Praterstraße 1
1020 Wien

 Fotos via facebook/sofitelviennastephansdom

7 // macaroom

Bei macaroom gibt es nicht nur suuuperleckere und sehr kreative und ausgefallene Macarons (unter anderem am Naschmarkt), sie bieten sogar Macaron-Catering und Workshops an. Haben wir leider beides nicht nutzen bzw. machen können, aber wir haben ordentlich zugelangt und tolle Sorten probiert. Ein Macaron-Workshop wär allerdings nicht verkehrt, denn meine bisherigen 3 Versuche fingen bei „fürs erste Mal gar nicht soo schlecht“ an und hörten bei „flache braune Kekse, die evtl. als hässliche Cookies durchgehen könnten“ auf. Mein Favorit bei macaroom war Schoko-Orange – Geht zwar ausgefallener, aber Schoko plus Orange ist einfach eine unschlagbare Kombi ♥

macaroom
Naschmarkt: Linke Wienzeile 10Rechte Wienzeile 13, 1060 Wien
Store: Keilgasse 7, 1030 Wien

Foto via facebook/macaroom.vienna

8 // Naschmarkt

Der Naschmarkt befindet sich nur kurz von der Innenstadt entfernt. Man könnte ihn annähernd mit dem Münchener Viktualienmarkt vergleichen, aber irgendwie ist er auch ganz anders. Schwer zu beschreiben und mir will kein wirklicher Vergleich einfallen. Er ist eher eine Art Mischung aus vielen Foodmärkten, die ich schon mal gesehen habe. Es gibt typische Marktstände mit viel Gemüse und Obst, Fisch, Fleisch. Dazu gibt es aber auch feste Gastronomie und viele orientalische Lokale, an denen man in der Sonne zu Mittag essen kann. Die Atmosphäre ist sehr laut und durcheinander, wie sich das für einen Markt halt eben gehört. Über den Naschmarkt habe ich u.a. auch in meinem Beitrag über Sightseeing in Wien schon berichtet 🙂 Ein Besuch, wenn man in Wien ist, lohnt sich auf jeden Fall, ist vielleicht sogar ein Muss.

Naschmarkt
1060 Wien

9 // Bester Strudel im Café Restaurant & Hofbackstube Schönbrunn

Den besten Apfelstrudel in ganz Wien bekommt man laut einigen Quellen im Café Restaurant & Hofbackstube Schönbrunn. Vom Ambiente und der Atmosphäre her a b s o l u t nicht zu empfehlen 😀 Es landet aber trotzdem in diesem kleinen Guide, weil der Apfelstrudel 1. wirklich sehr, sehr geil war und 2. das ganze Tamtam über besagten Strudel ganz amüsant ist 🙂 Zu jeder vollen Stunde hat man das Vergnügen Teil der einzigartigen „Original Wiener Strudelshow“ zu sein! 6€ für das Classic-Programm und 11,50€ für das Premiumpackage inkl. Café Melange und einem Stück Strudel, yay. Für 6€ gibts nur ein Verkostungsstück. Also… wir haben auf die großartige Show verzichtet und einfach ein Stück Apfelstrudel bestellt. Zufällig (oder glückliche Schicksalsfügung) saßen wir zu einer vollen Stunde im Café und konnten das nette Event live miterleben. Ein Glöckchen ertönt, ein gigantisches Strudeltablett wird hoch und den Saal getragen und ein neuer, frischer Strudel landet hinter dem Tresen. Ich nehme an, als aktiver Teilnehmer war man in der Backstube mit dabei und konnte bei der Herstellung zusehen. Strudelshow hin oder her, es sei auf jeden Fall gesagt: Der Strudel ist wirklich sehr, s e h r lecker 😉 Könnte also gut sein, dass was dran ist am Titel „Bester Strudel“. Einen Trip zum Schloss Schönbrunn sollte man sowieso unbedingt einplanen!

Café Residenz
Kavalierstrakt 52
1030 Wien

10 // Finkh

Zum Restaurant Finkh, seiner unglaublich tollen Atmosphäre und seinem köstlichen Wiener Schnitzel und Schokoladen Gateau gibt es einen Extrapost – weil es s o gut war! 🙂 Hier entlang bitte.

Finkh
esterhazygasse 12
1060 Wien

11 // Joseph Brot vom Pheinsten

Auch das Joseph Brot hat mir so gut gefallen – und hat sich als so fotogen erwiesen – dass ihr hierüber einen ganz eigenen ausführlichen Beitrag findet.

Jospeh Brot vom Pheinsten
3 x in Wien

12 Kommentare

    • ja das musst du wirklich 🙂 ach toll, ich hab auch schon mal überlegt, mich in wien zu bewerben, die lebensqualität ist dort ja auch super hoch 🙂

  1. Tolle Locations *_* Am schönsten finde ich „das Loft“. Richtig toller Ausblick ♥
    Ich finde deinen Blog vom Design her richtig schön 🙂
    Liebe Grüße von Carmen

    • wie lieb von dir, vielen dank! 🙂 ja, die aussicht ist gigantisch schön und es ist auch wirklich toll, auch mal was ganz modernes in wien zu sehen.

  2. Das sind echt super Tipps, ich war leider noch nie in Wien aber vom Cafe Central hab ich auch schon gehört!

    • dann musst du unbedingt bald mal hin! ich würd mich auf jeden fall freuen, wenn meine tipps dir dann weiterhelfen können 🙂

  3. Wow, was für tolle Cafés! Ich hab damals, als ich in Wien war, offensichtlich viel zu wenig gesehen und sollte dringend noch einmal da hin (es steht ehrlich gesagt ja sowieso noch auf meiner Liste!). Am besten gefällt mir jetzt auf Anhieb „The Bank“ – das schreibe ich mir mal direkt auf. Vielen Dank für die tollen Tipps! Ich hab direkt wieder Lust bekommen, zurück nach Wien zu reisen. 🙂
    Ganz liebe Grüße,
    Sarah

    • hey du liebe 🙂 danke! the bank war wirklich total grandios. ich bin mir aber sicher, dass ich auch viiiel zu wenig gesehen habe, es gibt einfach so wahnsinnig viele schöne ecken, die ganze stadt ist einfach schön! ich möchte unbedingt nochmal im winter hin – aber auch nochmal im sommer 😀 liebe grüße

    • ich danke dir 🙂 warst du im sommer dort oder war es schon weihnachtlich? ich möchte unbedingt auch nochmal im winter hin 🙂 liebe grüße

    • wie nett, vielen dank du liebe 🙂 ja, wien ist auch direkt zu einer meiner lieblingsstädte geworden, wirklich ganz wunderbar!

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